Die Gesamtzufriedenheit ist gegenüber den Vorjahren gesunken. Besonders kritisch ist die Situation für produzierende Betriebe, die die Rahmenbedingungen deutlich schlechter beurteilen als noch bei der letzten Befragung. Genannt werden hohe Mietkosten, fehlende Flächen, Steuerlast, regulatorische und administrative Hürden sowie der Verkehr und die Erreichbarkeit.
«Dass die gleichen Standortprobleme seit Jahren bekannt sind, sich aber kaum etwas verbessert, ist kein Zufall, sondern Resultat politischer Prioritäten», sagt FDP-Präsident und Stadtpräsidiumskandidat Përparim Avdili. «Zürich lebt von seiner wirtschaftlichen Substanz. Wer diese weiter belastet, riskiert schleichend den Verlust von Wertschöpfung und Arbeitsplätzen.»
Besonders deutlich fällt die Kritik der Unternehmen bei der Mitsprache aus. Nur 16 Prozent der befragten Firmen sind mit den Möglichkeiten zufrieden, sich bei standortrelevanten Veränderungen oder wirtschaftspolitischen Fragen einzubringen.
Auch der Ausblick stimmt nachdenklich: Der Anteil der Firmen, die eine abnehmende Attraktivität des Standorts erwarten, hat deutlich zugenommen. Die Geschäftsaussichten werden insgesamt vorsichtiger eingeschätzt, der hohe Anteil stagnierender Umsätze unterstreicht diese Zurückhaltung.
«Eine hohe Lebensqualität allein sichert keinen erfolgreichen Wirtschaftsstandort», ergänzt Yasmine Bourgeois. «Ohne funktionierende Erreichbarkeit, verfügbare Räume und unternehmensfreundliche Rahmenbedingungen verliert Zürich langfristig an Wettbewerbsfähigkeit.»
Die FDP Stadt Zürich fordert eine konsequente wirtschaftspolitische Kurskorrektur: weniger Regulierung, wettbewerbsfähige Steuern, schnellere Verfahren, bessere Erreichbarkeit für alle Verkehrsträger und eine aktive Standortpolitik, die Unternehmen nicht nur befragt, sondern ernsthaft einbindet.