Test Agenda

Wohnsitzwechsel von Gemeinderätin Yasmine Bourgeois und Verzicht auf das Gemeinderatsmandat

Gemeinderätin Yasmine Bourgeois kann infolge Wohnsitzwechsels ihr Mandat nicht weiterführen. Nach zwei Legislaturen scheidet die Bildungs-, Kultur- und Gewerbepolitikerin aus dem Gemeinderat aus.

Yasmine Bourgeois wurde am 4. März 2018 für die FDP 7&8 in den Zürcher Gemeinderat gewählt und etablierte sich rasch als profilierte bürgerliche Stimme. In der Bildungspolitik setzte sie sich gegen eine Nivellierung der Volksschule und für eine effiziente Mittelverwendung ein. «Während Rot-Grün neue Strukturen schafft, legte sie den Fokus konsequent auf Qualität und Leistung», betont Fraktionspräsident Michael Schmid. Claudio Zihlmann, Präsident der FDP 7&8 ergänzt: «Daneben setzte sie sich stets klar für die Anliegen von Gewerbe und Wirtschaft ein – gerade auch dort, wo diese politisch zunehmend unter Druck geraten.» Auch kulturpolitisch stellte sie sich gegen eine zunehmend ideologisch geprägte Ausrichtung. «Sie kämpfte konsequent gegen diesen Trend», so Stadtparteipräsident Përparim Avdili.

Am 8. März 2026 wurde Yasmine Bourgeois erneut mit dem besten Wahlresultat aller Kandidierenden gewählt. Aufgrund familiärer Umstände war sie jedoch zu einem Wohnungswechsel gezwungen und fand trotz intensiver Suche keine geeignete Wohnung für sich und ihre Familie in der Stadt Zürich. Zürich wird damit zunehmend zu einer Stadt, in der auch der Mittelstand kaum mehr Platz findet – eine Folge der aktuellen Wohnpolitik, die Angebot verknappt und Investitionen hemmt. Künftig wird sie in Ebmatingen (Gemeinde Maur) wohnen und kann daher das Mandat nicht antreten. Diese Entwicklung ergab sich kurzfristig.

«Die Stadt Zürich, ihr Wohlergehen und ihre Menschen liegen mir am Herzen. Der Abschied aus dem Gemeinderat und der Stadtpolitik fällt mir darum schwer», äussert sich Yasmine Bourgeois zum Umzug. Sie ergänzt: «Speziell in der Bildungspolitik gibt es noch viel zu tun. So werde ich die Umsetzung der Förderklasseninitiative auf Kantonsebene genau verfolgen und mich auch künftig mit voller Überzeugung für die freisinnige Politik einsetzen.»

Mit dem Ende der Legislatur am 15. April 2026 wird Yasmine Bourgeois ihre letzte Gemeinderatssitzung absolvieren. Partei- und Fraktionsleitungen freuen sich, wenn sie der FDP und der Politik in anderen Funktionen erhalten bleibt.

Auf sie folgt Brenda Mäder, die für den Sitz aus dem Kreis 7&8 für die FDP nachrutschen wird. Brenda Mäder war von 2009 bis 2012 Präsidentin der Jungfreisinnigen Schweiz und engagiert sich nach einem Auslandaufenthalt und Tätigkeit in der Beratung seit 2023 bei der FDP im Kreis 7&8. Beruflich ist sie als Director Business Development eines Textilunternehmens tätig.